Test:
Erkältung oder Grippe?
Einleitung
Husten, Unwohlsein, die Nase läuft, Kopf- und Gliederschmerzen. Steckt hinter diesen Beschwerden eine Erkältung – im Sprachgebrauch häufig fälschlicherweise mit der Grippe gleichgesetzt – oder vielleicht doch eine echte Grippe (Influenza)? Beiden Krankheitsbildern ist gemein, dass sie durch Viren ausgelöst werden, die über die Schleimhäute eindringen. Bei einer „echten“ Grippe sind Influenzaviren die Auslöser. Bei einer Erkältung, die auch grippaler Infekt genannt wird (wodurch es leicht zu der sprachlichen Verwechslung kommen kann), sind jedoch bis zu 200 verschiedene Viren die Übeltäter. Darunter sind die Rhinoviren mit etwa 40 Prozent am häufigsten für eine Erkältung verantwortlich.
Erkältung Grippe
Auslöser bis zu 200 verschiedene Viren, z.B. Rhinoviren Influenza­viren
Verlauf der KrankheitSymptome treten langsam auf, zu Beginn häufig leichtes Halskratzen, dann allmähliche Ver­­schlechter­ung, es sind vor allem die Atemwege betroffen Symptome treten plötzlich auf, meist mit hohem Fieber und starken Glieder­schmerzen, schnelle Ver­schlechter­ung, die Symptome betreffen den gesamten Organismus
Körper­temperatur/ Fieber leichtes Fieber/ erhöhte Temperatur kann auftreten (Erwachsene bis max. 38,5°C) Meist plötzliches und hohes Fieber (>38°C, oft auch über 40°C) mit Schüttelfrost und Schweiß­ausbrüchen
Hals­schmerzen & Husten Halskratzen, Übergang zu trockenem Reizhusten und fest­sitzendem Husten gegen Ende der Erkältung möglich Trockener und schmerzhafter Husten, oft Hals­schmerzen mit starken Schluck­beschwerden
Schnupfen häufiges Niesen üblich, verstopfte bzw laufende Nase Schnupfen tritt nur selten auf
Kopf- und Glieder­schmerzen leichte Kopf- und Glieder­schmerzen möglich meist starke Kopf-, Muskel- und Glieder­­schmerzen, generelles, den gesamten Körper betreffendes, starkes Krankheits­gefühl
Allgemein­zustand leichte Entkräftung/ Schlappheit starke Müdigkeit und Abgeschlagen­heit, Wunsch nach Bettruhe, Erschöpfung bis zu 3 Wochen
Krankheits­dauer etwa 9 Tage bis zu 14 Tage
Die rechtzeitige Grippeschutzimpfung kann nicht vor einer Erkältung schützen, wohl aber vor der gefährlicheren Influenza-Grippe. Bei einer „echten“ Grippe sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden, da die damit einhergehenden Symptome, wie beispielsweise hohes Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen zu behandeln sind. Doch auch eine Erkältung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da auch hier das Immunsystem geschwächt und anfällig für weitere Infektionen ist. Schonung ist daher auch bei einer Erkältung notwendig. Der nachfolgende Test kann dabei helfen, festzustellen, ob bei Ihnen eher eine Erkältung oder eine Grippe vorliegt.


Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Test auf Ihrer Selbsteinschätzung beruht. Einen Besuch beim Arzt und eine fachmännische Diagnose kann er nicht ersetzen.

Im Sprachgebrauch existieren noch weitere „Erkältungsarten“, die jedoch eher volkstümliche Bezeichnungen für eine „normale“ Erkältung sind, allerdings unter verschiedenen Bedingungen. So ist zum Beispiel häufig von einer „Sommergrippe“ die Rede.

Sommergrippe

Bei einer Sommergrippe handelt es sich in den meisten Fällen um einen grippalen Infekt, nicht um eine „richtige“ Grippe. Die spürbaren Symptome ähneln zwar denen einer „Wintergrippe“, der Unterschied liegt jedoch in den Erregern. Verursachen in den Wintermonaten in erster Linie Rhino- und Coronaviren grippale Infekte, sind in den Sommermonaten vor allem Enteroviren (mit den Unterarten Coxsackie- und Echoviren) dafür verantwortlich. Nicht selten erkrankt man in den ersten Tagen eines Urlaubs an einem grippalen Infekt, was umgangssprachlich auch als „Urlaubsgrippe“ bezeichnet wird. Die Ursache dafür ist, dass das Immunsystem durch die veränderten klimatischen Bedingungen, aber auch durch die Reise selbst geschwächt wird. Enge Platzverhältnisse in Flugzeugen oder im Auto sowie die trockene Luft der Klimaanlagen erhöhen die Gefahr einer Erregerübertragung stark. Gelegentlich kommen noch Faktoren wie Zeitverschiebung, eine stärkere UV-Strahlung und ein fremder Lebensraum ins Spiel, die es den Erregern leicht machen. Da das Immunsystem sich nicht so schnell an diese Bedingungen anpassen kann, kann es dann zum Ausbruch der typischen Symptome eines grippalen Infekts kommen. Besonders Regionen mit hohen Außentemperaturen und einer starken Luftfeuchtigkeit können den grippalen Infekt zusätzlich verstärken, da man durch das Schwitzen mehr Flüssigkeit verliert und die Hitze zusätzlich die Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden verstärken kann.