Vorbeugung ist der

    beste Schutz vor Erkältung

    Die kalte Jahreszeit ist die Hochsaison für Erkältung und Grippe. Infektionen der Atemwege sind die häufigsten Krankheiten überhaupt. Statistisch trifft es jeden Erwachsenen zwei bis dreimal jährlich, Kinder bis zu zwölfmal im Jahr. So sind wir in unserem Leben bis zu 200-mal erkältet und verbringen ca. drei Jahre hustend und verschnupft.

    Bei Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem sind meist auch die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen gewappnet – dem ersten Angriffspunkt für Erkältungsviren. Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems und generell vorbeugende Maßnahmen sind daher sehr wichtig und schaffen sowohl für die Schleimhäute als auch für das gesamte Immunsystem einen gezielten Schutz vor Erkältungsviren.

    Weitere Informationen finden Sie auch unter www.erkaeltungsratgeber.de.

     

    Gesunde Ernährung

    "An apple a day keeps the doctor away."
    "Einen Apfel iss gern, er hält den Doktor fern."

    Laut Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sollte eine gesunde Ernährung vorwiegend aus pflanzlicher, frischer Nahrung wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreideprodukten bestehen. Fleisch und Wurst gehören nur gelegentlich auf den Teller. Eine fettarme Vollwertkost ist die ideale Voraussetzung für ein starkes Immunsystem.

    Probieren Sie doch einfach mal ein paar unserer Rezepte aus!

    Vitamine
    Wichtig für die Abwehrkräfte sind Vitamine, insbesondere Vitamin C und Vitamin E. Diese enthalten so genannte Antioxidantien, die auch als Radikalfänger bezeichnet werden. Bei Radikalen handelt es sich um Atome und Moleküle, die teilweise besonders reaktionsfreudig sind und durch ihre gesteigerte Aktivität Körperzellen schädigen können. Erkrankungen, darunter auch Erkältungen, können die Folge sein. Radikalfänger schränken die gesteigerte Aktivität ein und schützen so die Zellen.

    Der natürliche Radikalfänger Vitamin C ist in Zitrusfrüchten, Sanddornbeeren, Hagebutten, Erdbeeren und Kiwis enthalten, ebenso in Kartoffeln (Pellkartoffeln!), Fenchel, Grünkohl, Rosenkohl, Paprika. Vitamin C kann schnell in die Zellen eindringen und daher schnell als Radikalfänger agieren. Vitamin E kommt insbesondere in Pflanzenölen vor.

    Natürliche Antioxidantien sind jedoch nicht nur in vitaminhaltigem Obst und Gemüse enthalten. Auch Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Soja, Olivenöl, Zimt oder Rotwein beinhalten Antioxidantien und können daher dazu beitragen, dass schädigende Radikale ihre Aktivität einschränken.

    Für Raucher gelten bezüglich der Zufuhr an Vitaminen und darin enthaltenen Antioxidantien gesonderte Regeln. Fettlösliche Vitamine (Vitamin A und E) können bei Rauchern das Krebsrisiko erhöhen. Raucher lassen sich daher am besten von ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker beraten.
    Obst und Gemüse
    Als optimal gelten fünf Handvoll Obst und Gemüse pro Tag – entweder als Rohkost oder als Saft. Kinder nehmen Kinderhände voll. Bei ausreichendem Obst- und Gemüseverzehr kann man auf zusätzliche Vitamin-Präparate im Normallfall verzichten.
    Knoblauch & Zwiebeln
    Knoblauch und Zwiebeln verleihen dem Essen nicht nur den nötigen Pfiff, sondern können auch antiviral und entzündungshemmend auf den Körper wirken und so seine Abwehrkräfte in Schwung bringen. Dabei gilt: Je weniger Knoblauch und Zwiebeln zerkocht werden, desto stärker ist dieser Effekt.
    Getränke
    Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr – am besten Mineralwasser, gute Fruchtsäfte oder Tee. Manche Tees können ebenfalls Erkältungssymptome lindern. So kann beispielsweise Lindenblütentee bei Fieber und Thymiantee bei Husten getrunken werden. Holunderbeer-Tee ist ein zusätzlicher Vitamin C-Lieferant.

    Tipps für eine gesunde Ernährung zur Stärkung des Immunsystems sind auch unter www.erkaeltungsratgeber.de zu finden.

     

    Vorbeugen durch Sport & Bewegung

    Weil wir im Winter täglich trockene Heizungsluft einatmen, ist die Schleimhaut der Atemwege trockener als im Sommer und somit anfälliger für Infektionen. Bei einer kälteren Körpertemperatur sind zudem die Abwehrzellen im Körper – auch in den Schleimhäuten – schlechter verteilt als bei einer warmen Körpertemperatur. Daher kommt ein grippaler Infekt im Winter besonders häufig vor.

    Bewegung und Sport an der frischen Luft kurbeln die Durchblutung an, sind gut für die Schleimhäute und stärken so unsere Abwehrkräfte. Dabei gilt: Regelmäßig aber mäßig, denn Überanstrengung und Erschöpfung können wiederum die Abwehr schwächen.

    Moderater Ausdauersport wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen zwei- bis dreimal wöchentlich eine halbe bis dreiviertel Stunde stärkt die Immunabwehr. Auch ausgedehnte Wanderungen oder Spaziergänge tun Körper und Seele gut.

    Ganz wichtig ist dabei: Ziehen Sie sich im wörtlichen Sinne warm an. Die Stärkung der Abwehrkräfte hat nichts mit Frieren zu tun!

    Informationen, Tipps und Tricks zur Vorbeugung vor Erkältungen finden Sie auch unter www.erkaeltungsratgeber.de.

     

    Vorbeugen durch Abhärtung

    Temperaturreize
    Mit abhärtenden Maßnahmen – wie beispielsweise Temperaturreizen – kann das Immunsystem gestärkt werden. Mit Temperaturreizen bezeichnet man den gezielten, kurzzeitigen Wechsel zwischen warm und kalt, zum Beispiel beim Wechselduschen. Temperaturreize fördern die Durchblutung und sorgen dafür, dass die Immunzellen sich besser im Körper verteilen. So kann auch der besonders sensible Nasen- und Rachenraum Viren dann besser abwehren und unser Körper ist weniger anfällig für Erkältungen.
    Sauna
    Die Sauna oder das heiße Dampfbad sind die extremste Form der Heiß-Kalt-Reiztherapie. Einmal wöchentlich dosiertes Schwitzen mit anschließendem Kälteschock steigert die Immunabwehr und macht Sie winterfest.
    Achtung: Sauna und Dampfbad sind nicht geeignet für Herzkranke, Schwangere und Personen mit akuten Erkältungen!
    Kneippsche Anwendungen

    Der Priester Sebastian Anton Kneipp (1821-1897) entdeckte bereits 1849 die Wasserkur. Sie ist eine gesundheitsfördernde und abhärtende Maßnahme zur Stärkung der Immunabwehr und kann zu Hause ganz leicht nachgemacht werden:

    Morgendliche Wechselduschen

    Drei Minuten warm duschen, 15 Sekunden kalt, wieder drei Minuten warm und danach kräftig abtrocknen oder die feuchte Haut einölen, um die Wärme zu halten.

    Wechselwarmes Fußbad

    Füße drei Minuten in eine Schüssel mit warmem Wasser (30°C), dann 20 Sekunden in kaltes Wasser (10°C) stellen (drei- bis viermal wiederholen). Danach die Füße mit einem schönen Körperöl einölen – dann bleibt die Wärme im Körper.

    Wassertreten – tut einfach gut
    Die einfachste Methode, nicht nur zum Abhärten. Wassertreten wirkt auch beruhigend und schlaffördernd. Die Anwendung erfolgt daher am besten abends. Kaltes Badewasser bis zur Wadenmitte einlaufen lassen, mehrere Minuten gehen und dabei die Füße ganz aus dem Wasser heben (eine große Schüssel tut's auch). Im Winter können Sie ruhig für kurze Zeit (ca. eine halbe Minute) barfuß durch den Schnee laufen.
    Bürstenmassage zum Wachwerden
    Tägliches Abbürsten bringt den Kreislauf ebenfalls in Schwung. Körperbürste in etwa 15°C kühles Wasser tauchen, dann die Waden hochstreichen, Knie umkreisen, die Oberschenkel hoch, dann Po, Bauch und Rücken massieren (funktioniert auch mit trockener Bürste).

     

    In der Ruhe liegt die Kraft

    Was wir loslassen, macht uns gelassen
    Körperliche Anstrengung, berufliche Überlastung, schlechte Stimmung und Probleme aktivieren die Stresshormone. Wenn Stress zum Dauerzustand wird, ist Abwehrschwäche eine Folge.
    Lachen ist immer noch die beste Medizin
    Durch Lachen und durch eine positive Lebenseinstellung wird die Freisetzung von Endorphinen (Glückshormonen) angeregt, die uns entspannen und den Aufbau des Immunsystems fördern. Der Optimist sieht in jedem Problem eine Lösung, der Pessimist in jeder Lösung ein neues Problem. Auch wenn jeder Mensch von Natur aus eine andere Veranlagung hat, kann man manchmal auch schon mit Kleinigkeiten an einer positiven Grundeinstellung arbeiten. Sich etwas Schönes vornehmen, an positive Erlebnisse denken und sich mit Menschen umgeben, die man mag und die einem gut tun, sind dabei kleine Schritte hin zu einer positiven Lebensweise.
    Abschalten & Entspannen
    Versuchen Sie, sich mindestens einmal am Tag richtig zu entspannen. Ob durch ein heißes Bad, eine Fantasiereise, ein gutes Buch oder mit Hilfe von autogenem Training, Yogaübungen oder einer Massage. Finden Sie Ihr Wohlfühlrezept. Und genießen Sie es, Zeit für sich zu haben und – zumindest für einen Moment – das Wichtigste in Ihrem Leben zu sein.
    Richtig atmen
    Die meisten Menschen atmen viel zu flach. Beziehen Sie den Bauch mit ein. Legen Sie sich hin, lassen Sie alle Luft aus Ihrem Körper entweichen, dann atmen Sie bewusst ganz tief durch die Nase ein. Spüren Sie, wie sich der Brustkorb mit Luft füllt, und nach und nach auch der Bauch.
    Überlastung vermeiden
    Das ist leicht gesagt. Dennoch: Lernen Sie, nein zu sagen. Sie müssen nicht immer zu allem bereit und fähig sein. Lassen Sie nicht alles mit sich machen – das verschafft Ihnen keinen Tadel, sondern Respekt.
    Wut raus lassen
    Schon Goethe wusste: Was nicht über die Zunge geht, geht in die Organe. Wer seinem Ärger zwischendurch mal Luft macht, ist weniger anfällig für Krankheiten. Kein Wunder, denn Wut wirkt stressabbauend. Achten Sie jedoch darauf, andere nicht mit Worten zu verletzen. Motto: Hart in der Sache, sanft zur Person.
    Stark durch Schlaf

    Im Schlaf ist unser Immunsystem besonders aktiv. Es geht verstärkt gegen Krankheitserreger an und produziert jede Menge Antikörper. Sieben bis acht Stunden gelten als gute Grundlage.
    Klassischer aber effektiver Tipp: Wenn Sie schlecht einschlafen, trinken Sie vor dem Zu-Bett-Gehen ein Glas heiße Milch mit Honig, das wirkt sehr beruhigend. Eine gute Matratze und ein angenehmes Raumklima (16-18°C) sind beste Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf.

    Wie schon Arthur Schopenhauer feststellte:
    "Schlaf ist für den Menschen das, was das Aufziehen für die Uhr ist".

    Siesta

    Lernen Sie von den alten Römern. In der sechsten Stunde („sixta“, entsprechend Siesta), der Mittagsstunde, fallen Blutdruck und Temperatur und auch der Blutspiegel der Antriebs- und Aktivitätshormone – ein Tief des Immunsystems. 10 bis 30 Minuten Mittagsruhe stärken Sie für die zweite Tageshälfte. Neudeutsch wird dieser kurze Schlaf auch „Powernapping“ genannt.

    Wilhelm Busch macht uns bewusst:
    „Erquicklich ist die Mittagsruh, doch meistens kommt man nicht dazu."

     

    Hygiene als Schutzfaktor

    Wir belächeln es manchmal, wenn Japaner während der Erkältungszeit einen Mundschutz tragen. So weit muss man auch nicht gehen: Es gibt zahlreiche andere effektive Maßnahmen gegen Virenverbreitungen.

    Hände waschen
    Händeschütteln ist ein klassischer Weg der Keimübertragung. Darum sollten Sie sich die Hände oft und mit Seife waschen. Vor dem Einseifen sollte Sie Ihre Hände zunächst mit lauwarmem Wasser befeuchten. So kann Schmutz besser gelöst werden als beispielsweise mit kaltem Wasser. Bitte achten Sie beim anschließenden Einseifen darauf, wirklich alle Bereiche der Hand einzubeziehen. PH-neutrale Seife ist optimal, da sie die Haut nicht unnötig reizt.
    Öffentlichkeit
    In Büros, Bussen oder U-Bahnen findet sich in der kalten Jahreszeit fast immer ein Mensch, der schnieft oder hüstelt. Durch Tröpfcheninfektion über die Luft oder auch durch Berührung, wie z. B. durch Händedruck, werden die Erreger sehr leicht übertragen. Daher ist eine Möglichkeit das Infektionsrisiko zu senken, wenn möglich, Situationen mit großen Menschenansammlungen oder Händeschütteln zu vermeiden.
    Frische Luft
    Ein einfacher Fitmacher ist Sauerstoff. Und zwar bei jedem Wetter (warme Kleidung!). Kurze Kältereize regen die Durchblutung an – das ist gut für unsere Immunabwehr, da die Abwehrzellen sich so besser im Körper verteilen. Ebenso wichtig ist die Frischluftzufuhr im geheizten Haus. Lüften Sie Ihre Räume regelmäßig (Stoßlüften), um die Viruslast in der Raumluft zu senken und für genügend Sauerstoff zu sorgen. Über eine kurze Abkühlung freuen sich auch Ihre Nasen- und Rachenschleimhaut. Das Stoßlüften sorgt dafür, dass die Räume dabei nicht auskühlen.
    Nasenspülung
    Nasenspülungen mit Salzsole halten die Schleimhäute feucht und befördern Viren und Bakterien nach draußen. Wenn Sie keine Zeit oder keine Lust auf eine Nasenspülung haben, können Sie Ihre Schleimhäute auch mit einem guten Meersalz-Nasenspray befeuchten.
    Durch die Nase atmen
    Die Flimmerhärchen der Nasenschleimhäute fangen etliche Viren ab. Es bietet sich an, diesen intelligenten Mechanismus für sich zu nutzen, um Viren erst gar keinen Zutritt zum Körper zu verschaffen.